Diversity. Vielfalt gestaltet

Die Tagung „Diversity. Hochschulen durch Vielfalt gestalten“
lockte viele Gäste nach Leipzig, 2015

Die Universität Leipzig ist ein vielfältiger Ort – Forschung, Lehre und Verwaltung werden hier von und für die verschiedensten Menschen gestaltet. Um diesen Unterschiedlichkeiten wertschätzend zu begegnen und diversitätsgerechte Teilhabestrukturen zu ermöglichen, tritt das Gleichstellungsbüro für eine aktive Diversity-Politik ein.

Ursprünglich als eine Strategie zur Nutzbarmachung von Vielfalt in wirtschaftlichen Unternehmen entwickelt, wird Diversität heute auch, insbesondere an Hochschulen, als ein Konzept zur Schaffung von Chancengerechtigkeit und Teilhabe verstanden. Mit den neuen sozialen und ökonomischen Entwicklungen, wie z. B. dem demographischen Wandel, der Globalisierung, wachsender internationaler Mobilität, einem verschärften „Wettbewerb um die klügsten Köpfe” und neuen politischen Forderungen nach Bildungsgerechtigkeit wird eine Auseinandersetzung der Hochschulen mit neuen Strategien und der eigenen Wettbewerbsfähigkeit unumgänglich.

Angeregt diskutierten die Teilnehmenden das Thema Diversität an Hochschulen und Universitäten, 2015
Angeregt diskutierten die Teilnehmenden das Thema Diversität an Hochschulen und Universitäten, 2015

Eine Möglichkeit auf diese Anforderungen zu reagieren, ist die Implementierung von Diversity als Chancengleichheitskonzept der Zukunft. Ausgangspunkt der Universitäten und Hochschulen ist dabei die zunehmend heterogene Studierendenschaft. So gilt es, auf Studierende mit verschiedenen Bildungsbiografien und Erfahrungszusammenhängen einzugehen, andere kulturelle und ethnische Hintergründe zu berücksichtigen und möglichst für alle die gleichen Teilhabebedingungen zu schaffen. Um ein solches Verständnis konzeptionell zu verankern, beteiligt sich die Universität Leipzig seit 2014 am Diversity Audit „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Das Auditierungsverfahren soll dabei helfen, die Universität für alle ihre Mitglieder und Angehörigen möglichst fair zu gestalten. Das betrifft z. B. das Thema Barrierefreiheit. Daneben werden aber auch andere Themen, wie Möglichkeiten der Religionsausübung, Mehrsprachigkeit, Diskriminierungsfreiheit oder auch die Gestaltung von Forschung und Lehre angesprochen.

 


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